Schuldenregulierung

heißt, die angehäuften Verbindlichkeiten planvoll zu reduzieren, mit dem Ziel, schuldenfrei zu werden.

Die Regulierung setzt zunächst voraus, dass alle Gläubiger bekannt sind. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann mittels Anforderung von aktuellen Forderungsaufstellungen die Summe der Gesamtverbindlichkeiten ermittelt werden.

Steht diese Summe fest, sind der Summe der Verbindlichkeiten die monatlichen fixen Kosten und das Einkommen gegenüberzustellen.

Wenn Sie eine Schuldenregulierung durchführen wollen, benötigen Sie damit zunächt lediglich drei Dinge:

Gläubigeraufstellung

Ausgabenaufstellung

Einkommensaufstellung

Wenn diese drei Eckdaten vorliegen, kann die eigentliche Regulierung bereits beginnen. Zu beachten sind zudem eventuell vorhandene Unterhaltsverpflichtungen.

Ziel der Regulierung ist, mittels eines detaillierten Zahlungsplanes die Verbindlichkeiten mit einer monatlichen Rate zurückzuführen. Dabei sind Laufzeit des Planes und die Höhe der Raten flexibel. In der Regel wird eine Laufzeit von 72 Monaten vereinbart.

Denkbar sind auch Einmalzahlungen, mit denen eine bestimmte Quote der Verbindlichkeiten zurückgeführt wird.

Reichen Einmalzahlung oder Rate nicht aus, die Verbindlichkeiten zurückzuführen, liegt ein weiteres Ziel darin, die Gläubiger unter Hinweis auf die finanzielle Lage zu einem Teilverzicht der Forderungen zu bewegen.

Scheitert der Einigungsversuch, kann unter gewissen Umständen eine Nachbesserung erfolgen. Scheitert eine Einigung mit allen Gläubigern endgültig, ist der Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens zu stellen.

Dem unfangreichen Antrag ist der außergerichtliche Plan beizulegen. Zudem ist eine Bestätigung beizubringen, dass eine außergerichtliche Einigung gescheitert ist. Diese Bescheinigung kann neben zugelassen Beratungsstellen auch von Rechtsanwälten ausgestellt werden.